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Typklasse

Die Typklasse ist ein wichtiges Merkmal für Kfz Versicherungsbeiträge

Der Kauf eines Autos wird von vielen Faktoren gelenkt: Die Farbe muss gefallen, die Ausstattung passen und nicht zuletzt die Marke zusagen. Worauf weniger geachtet wird, ist die sogenannte Typklasse. Sie gibt später den Ausschlag, ob die Kfz-Versicherung günstig oder etwas teurer ist. Denn: Die Typklasse gehört zu den wichtigsten Merkmalen, anhand derer die Versicherungen die Beiträge kalkulieren, und sollte daher schon beim Autokauf berücksichtigt werden. Wie stark sich die Typklasse auf die Prämie niederschlägt, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, von daher macht ein Kfz-Versicherungsvergleich auf jeden Fall Sinn. Die Typklassen selbst sind bei allen Kfz-Versicherern gleich und bindend.

Die Typklassen werden jedes Jahr neu festgelegt

Die Aufgabe, die einzelnen Modelle und Typen der Autohersteller zu klassifizieren, übernehmen nicht die Assekuranzen, sondern unabhängige Sachverständige. Mittlerweile umfasst der Katalog, den sie Jahr für Jahr – jeweils zu Oktober – neu erstellen weit über 20.000 Pkw-Modelle. Jeder einzelne Typ muss für die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Teilkasko- und Vollkaskoversicherung einer Klasse zugeordnet werden. Selbst innerhalb gleicher Baureihen sorgen schon minimale Differenzen dafür, dass zwei fast identisch aussehende Fahrzeuge vollkommen unterschiedlich eingestuft werden. Die Frage ist, welchen Sinn macht es, Autos Jahr für Jahr neu nach Typklassen zu sortieren? Die Antwort darauf lautet ganz einfach: Es erleichtert den Versicherungsunternehmen, das Risiko einzuschätzen, ob beim jeweiligen Modell möglicherweise ein Schaden reguliert werden muss.

Unfallstatistiken bilden die Grundlage

Dazu werden laufend Statistiken zu Unfällen und Schäden ausgewertet. Je öfter ein bestimmtes Modell in Unfälle verwickelt ist oder einen Schaden aufweist, desto schlechter ist die Typklasse. Auf der anderen Seite werden Fahrzeuge, die rein statistisch eher unauffällig sind, günstiger eingestuft. Damit soll mehr Gerechtigkeit bei der Beitragskalkulation geschaffen werden. Bis Mitte 1996 wurde noch nach Leistung gegangen und mit Pferdestärken kalkuliert. Dadurch wurden Halter von Sportwagen oder großen Limousinen benachteiligt. Denn nur die Tatsache, dass ein schnelles oder großes Auto gefahren wird, besagt nicht, dass die Versicherung öfter einspringen muss.

Deshalb wird jetzt Typ-genau vorgegangen und jedes Jahr neu gerechnet. Dadurch kann sich für ein bestimmtes Fahrzeug von einem zum anderen Jahr durchaus eine weitaus günstigere Typklasse ergeben. Bei Modellen, die neu auf den Markt kommen und für die nur wenig Datenmaterial vorhanden ist, wird die Typklasse anhand ähnlicher Fahrzeuge ermittelt.

Typklasse online ermitteln

In der Kfz-Haftpflichtversicherung reicht die Liste der Typklassen von 10 bis 25, in der Teilkaskoversicherung von 10 bis 33 und in der Vollkaskoversicherung von 10 bis 34. Eine niedrige Typklasse steht für einen entsprechend niedrigen Schadenbedarfsindex und eine günstigere Prämie. Im Schnitt aller bekannten Fahrzeugtypen liegt der Mittelwert in der Haftpflicht bei 17,42. Die Teilkasko kommt auf einen Durchschnitt von 18,54 und die Vollkasko auf 18,04. Wer sich vorab über die Typklasse eines bestimmten Modells informieren möchte, hat dazu unter anderem auf www.typklasse.de die Möglichkeit. Hierbei handelt es sich um einen Service des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Gesucht werden kann anhand der Schlüsselzahlen für Hersteller und Typ oder Schritt für Schritt anhand von Hersteller- und Modelname sowie den Leistungsmerkmalen des Fahrzeugs. 

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