Sie sind hier: kfzversicherungen.org > Prämie Kfz-Versicherung > Alter, Beruf und Geschlecht Donnerstag, den 23. Februar 2012

Die Prämienfaktoren Alter, Beruf und Geschlecht

Die Versicherungsbranche tendiert zu immer individuelleren Tarifen. Policen von der Stange gehören damit auf lange Sicht der Vergangenheit an. Das spiegelt sich vor allem in der Beitragskalkulation für die Kfz-Versicherung wieder. Die komplexen Berechnungen werden Jahr für Jahr von mehr Faktoren geprägt. Neben rein objektiven Facetten wie der Zahl der unfallfreien Jahre, der Regional- und der Typklasse spielen dabei zunehmend auch subjektive Einschätzungen eine Rolle. Während Alter und Geschlecht aufgrund von umfangreichen Statistiken durchaus noch zum Pool der objektiven Prämienfaktoren gezählt werden können, ist der Beruf als Beitragskriterium deutlich subjektiver gefärbt.

Das Alter

Dass Versicherungen anhand des Alters der Kunden kalkulieren, ist seit jeher Praxis in allen Sparten. Da macht die Kfz-Versicherung keine Ausnahme, zumal anhand der vorliegenden Daten recht klare Vorhersagen zur Risikowahrscheinlichkeit möglich sind. Führerscheinneulinge ohne ausreichende Fahrpraxis sind öfter in Unfälle verwickelt oder an Verkehrsverstößen beteiligt als zum Beispiel ein 40-Jähriger, der Tag für Tag zur Arbeit fährt. Alter steht in dem Fall für Erfahrung und Umsicht. Dieses Bild ändert sich jedoch, wenn der Kunde die 60 überschreitet. Seniorinnen und Senioren werden dann genau wie junge Fahrer bis zum 23., teilweise auch bis zum 25. Lebensjahr als Risikogruppe eingestuft und müssen dementsprechend mehr bezahlen. Ältere Menschen profitieren in der Regel jedoch von einer niedrigen Schadensfreiheitsklasse.

Der Beruf

Bezogen auf den Beruf lassen sich derart eindeutige Aussagen zum möglichen Risiko (noch) nicht treffen. Sicherlich gibt es Statistiken, die eine Schadenhäufigkeit nach Berufen ausweisen. Dass sich daraus eine Art Berufsklasse in der Kfz-Versicherung ableiten ließe, wäre übertrieben. Es sind vielmehr die Erfahrungswerte der einzelnen Gesellschaften, ob sie einer bestimmten Berufsgruppe einen Rabatt gewähren. Das trifft bei einigen Kfz-Versicherern auf Beamte zu, teilweise ergänzt um angestellte Lehrer. Klassische Beamtentarife bergen allerdings auch Nachteile: Das Fahrzeug darf nur vom Beamten gefahren werden. Sollte der Partner bzw. die Partnerin einen anderen Beruf ausüben und ebenfalls das Auto nutzen wollen, entfällt der Preisnachlass. In dieser Hinsicht hat jedes Unternehmen eigene Rezepte. Deshalb lohnt es sich durchaus, nachzufragen.

Das Geschlecht

In puncto Geschlecht ist die Marschroute bei allen Versicherungen gleich: Frauen fahren günstiger. Sie gelten als die sichereren Autofahrer, was zahlreiche Untersuchungen und Datenreihen bestätigen. Damit ist das Geschlecht laut allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz ein bestimmender Faktor bei der Risikobewertung. Das heißt nichts anderes, als dass Versicherungen Frauen günstigere Tarife anbieten dürfen, ohne Angst davor haben zu müssen, wegen Diskriminierung belangt zu werden. Solange Männer mehr Unfälle bauen, müssen sie auch tiefer in die Tasche greifen.

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