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Anhängerversicherung

Informationen zur Hängerversicherung

Anhänger sind praktisch, werden aber auch schnell zur Gefahr. Eine kleine Unebenheit auf der Straße, eine zu schnell genommene Kurve oder ein Windstoß, und sie geraten ins Schlingern. Ganz zu schweigen davon, dass Anhänger oftmals ein Hindernis darstellen, wenn sie an der Straße stehen und nicht beleuchtet sind. Da die Polizei immer öfter Unfälle mit Anhängern aufnehmen muss, hat die Europäische Union reagiert. Seither haftet nicht mehr ausschließlich der Fahrzeughalter nach einem Schaden, sondern auch der Besitzer des Hängers. Eine Anhängerversicherung, zumindest eine Haftpflichtpolice, ist deshalb Pflicht – mit ganz wenigen Ausnahmen, über die unter anderem die Zulassungsstelle informiert.

EU schreibt Haftpflichtpolice für Anhänger vor

Damit gelten für Anhänger vom Prinzip her die gleichen Vorgaben wie für jedes motorisierte Fahrzeug. Die Verträge ähneln sich insofern, dass auch bei einer Anhängerversicherung zusätzlich zur reinen Haftpflichtversicherung ein Kaskoschutz – Voll- oder Teilkasko – vereinbart werden kann.

Hintergrund der Versicherungspflicht für Anhänger: Die EU und die Bundesrepublik wollen sicherstellen, dass nach einem Unfall Schadensersatz gezahlt wird. Das gilt für Personen- ebenso wie für Sach- und Vermögensschäden. Besitzer von Pferdeanhängern, die ausschließlich für den Transport der Tiere zu Sportzwecken zum Einsatz kommen, könnten sich die Police aufgrund einer der bereits erwähnten Ausnahmeregeln – um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man vorher bei den zuständigen Behörden fragen –, rein theoretisch zwar sparen. Sinnvoller ist es allerdings, nur gut versichert mit Anhänger zu fahren.

Leistung, Bauart und Nutzung

Die Kosten für eine Anhängerversicherung richten sich zum einen nach dem gewünschten Leistungsumfang. Entscheidend ist hierbei eine möglichst hohe Deckungssumme, die wie bei der Kfz-Versicherung bis zu 100 Millionen Euro betragen kann. Hinzu kommt die Bauart, wobei unter anderem zwischen Kasten (offen, geschlossen), Kipper und Plane unterschieden wird. Ein weiterer Faktor, der sich auf die Prämie auswirkt, ist die Art der Nutzung. Hier gibt es drei Varianten: die private Nutzung und die gewerbliche in Form des Güter- (Transport im Auftrag Dritter) oder des Werksverkehrs (Transport eigener Waren).

Inwieweit es Sinn macht, die Anhängerhaftpflichtversicherung mit einem Kaskoschutz zu kombinieren, ist eine reine Ermessensfrage, bei der sowohl das Alter als auch der Wert des Anhängers eine Rolle spielen. Steuern lassen sich die Kosten für die Anhänger-Kasko ein wenig über die Selbstbeteiligung, die ab 150 Euro möglich ist.

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